Neue Zahlen für Umgehung

CSU geht in Jahreshauptversammlung auf Vorwürfe der SPD ein - Dettenhöfer spricht

Mantel. Die CSU ist zufrieden. Das ließ sie in der Jahreshauptversammlung in der Mehrzweckhalle durchblicken. In einer Fragebogenaktion an alle Haushalte wollte sie 2007 die Wünsche der Bürger erfahren und umsetzen. "Einiges, wie die Apotheke, ist uns bereits gelungen, es gibt aber noch viele Dinge, die wir anpacken wollen", sagte Vorsitzender Siegfried Janner.

Eine besonders wichtige Zukunftsaufgabe sei die Umgehungsstraße. Zur Kommunalwahl sagte Janner nur wenig: "Die FWG trat mit dem Wahlziel an, die absolute Mehrheit der CSU zu brechen, die SPD stellte wieder mal alles in Frage." Die Mehrzahl der Bürger habe sich aber nicht von den Äußerungen der anderen Parteien beeinflussen lassen. Den scheidenden Markträten Edmund Schregelmann, Christine Härtl, Michael Scheiber, Reinhold Meier und André Götz dankte Janner mit einem Gutschein. CSU-Fraktionsvorsitzender Johann Gurdan ging nochmals auf Zeitungsberichte und Leserbriefe der SPD ein. Dr. Manfred Klier habe ihn erst nach dem Ende der konstituierenden Marktratssitzung über sein Gespräch mit Bürgermeister Josef Wittmann informiert. Dies sei leider etwas zu spät gewesen.

Wittmann nicht zuständig

Auch habe er Klier gleich mitgeteilt, dass der Bürgermeister der falsche Ansprechpartner gewesen sei. "Vom Status her ist der Bürgermeister kein Fraktionsmitglied, und eine Entscheidung über die Ämterbesetzung trifft bei der CSU Mantel die Fraktion." Gurdan betonte nochmals, dass es in seinem Leserbrief speziell um die Ämterverteilung gegangen sei und nicht, wie Klier schreibe, um die Marktratsperiode 2008 bis 2014.

 

"Was mich im Wahlkampf gestört hat, ist, dass viel gegen meine Person agiert wurde", ärgerte sich Bürgermeister Wittmann. Viel sei in den letzten sechs Jahren auf den Weg gebracht worden. Die Erschließung des Gewerbegebiets "Luderhäusl" koste 430 000 Euro, nicht 700 000 Euro, wie die SPD den Bürgern glaubhaft machen wolle.

Bei der Erschließung des Fasanenwegs habe man eine gute Lösung gefunden, und bei der Umgehungsstraße zeichne sich ebenfalls eine ab. Das FFH-Gutachten sei erstellt und eine neue Verkehrszählung in Arbeit, um bei der Planfeststellung neueste Zahlen vorlegen zu können. Für die Gemeindeverbindungsstraße Steinfels sei Grund gekauft worden. Schatzmeister Anton Schmidt legte einen soliden Kassenbericht vor. Der Ortsverband habe 745 Euro an Vereine und Institutionen gespendet. Bezirksrätin und Landtagskandidatin Petra Dettenhöfer bescheinigte den Mantelern großartige Arbeit. Bundespolitisch forderte sie, dass jetzt die Arbeitnehmer für ihre Lohnzurückhaltung, das Handwerk und die Unternehmer ihre Früchte ernten sollten. "Dies geht nur über Steuer- und Abgabensenkungen. Die Pendlerpauschale muss erstattet werden." Dettenhöfer sprach sich zudem für die Abschaffung der Ökosteuer aus. Zweiter Bürgermeister Stephan Oetzinger sagte der Landtagskandidatin die volle Unterstützung zu. Sie habe sich bereits als Bezirksrätin voll für die Region eingesetzt.

Scheiber kontert Vorwürfe

Emotional wurde es beim Auftritt von Michael Scheiber. Er könne nicht hinnehmen, dass Klier oder die SPD ihn als Lügner hinstellten und dazu Leserbriefe schrieben.

Quelle: Der neue Tag

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