Schülerzahlen im Sinkflug

Marktrat informiert sich bei Schulrat und Rektor - Gegenmittel Ganztagsbetreuung

Mantel. (sei) Auf Antrag der SPD befasste sich der Marktrat am Dienstag ausführlich mit der Schulsituation in Mantel. Zu Gast waren Rektor Gotthard Betz und Schulrat Wolfgang Krauß. Die Räte wollten etwas über künftige Schülerzahlen, Klassenstärken und Mittagsbetreuung erfahren.

Dieses Jahr werden 33 Kinder eingeschult, 24 kommen in die erste Klasse und neun in die Kombiklasse. Insgesamt besuchen 129 Schüler die Grundschule. Diese Zahlen bleiben bis zum Schuljahr 2011/12 einigermaßen stabil, gehen aber 2013/14 drastisch auf 111 Schüler und 24 Erstklässler zurück.

Immer beliebter wird die Mittagsbetreuung, die das Kinderhaus St. Elisabeth übernommen hat. Im Jahr 2000 startete sie mit fünf Kindern, heuer nehmen bereits 16 Mädchen und Jungen das Angebot in Anspruch, teilweise mit Hausaufgabenbetreuung und bis 16 Uhr.

Daniela Fuhrmann (SPD) wünschte sich, dass Eltern auch im laufenden Schuljahr je nach Bedarf in die erweiterte Mittagsbetreuung einsteigen könnten. Das müsste auf Anfrage beim Kinderhaus möglich sein.

Betz legte eine voraussichtliche Schülerfortschreibung bis 2013/14 vor. Die Schülerzahl in den Kombiklassen steige leicht. Dies sei aber kein Nachteil für die Kinder, so Schulrat und Rektor. Franz Sperl (Freie Wähler) erwähnte jedoch, dass bei Einführung der Kombiklassen ein Argument gewesen sei, dass in diesen Klassen nicht so viele Schüler säßen.

Noch kein Raum ungenutzt

Die Fahrtkosten für die Kinder schlugen 2006 mit 7088 Euro zu Buche. Wolfgang Krauß gab noch allgemeine Informationen zur Schullandschaft. Bei fünf bis sieben Klassen gibt es eine Verwaltungskraft, bei 81 bis 180 Schülern einen Rektor in der Besoldungsstufe A 13 und bei 181 bis 360 Schülern zusätzlich einen Konrektor.

Auf Dauer könnten aber Kleinstschulen nicht mit einem Rektor ausgestattet werden. Die zwei ausgelagerten Klassen aus Weiherhammer werden in etwa drei Jahren zurückgeführt. Derzeit steht noch kein Raum in der Manteler Schule leer. Da Neunkirchener Schüler Weidener Schüler seien, werde es wohl kaum möglich sein, diese als Gastschüler nach Mantel zu bekommen.

"Sinkende Schülerzahlen führen nicht immer zu kleineren Klassen, eher zu weniger Klassen", sagte Krauß. "Ich bin kein Politiker, aber ich muss ausführen, was die Politiker beschließen", bedauerte der Schulrat.

Sprengelveränderungen seien schwer realisierbar, bekam Dr. Manfred Klier von der SPD auf seine Nachfrage zur Antwort. Siegfried Janner von der CSU bedauerte, dass beim Thema Schule Mantel und Weiherhammer gegeneinander ausgespielt worden seien.

Die Manteler Markträte, allen voran Janner, wollten natürlich Tipps haben, wie die Schulsituation in Mantel verbessert und der Erhalt der Schule gesichert werden kann. Schulrat Krauß verweis darauf, dass er verpflichtet sei, alle Gemeinden und Schulen gleich zu behandeln. Aber derzeit liefen Modellversuche mit gebundenen Ganztagsklassen in Grundschulen.

Wenn dieses Modell landesweit eingeführt werde, dann solle Mantel einen Anspruch darauf erheben, war sein Hinweis. Aber zum Erhalt der Schulen seien nun mal Kinder erforderlich. Es bleibe nur zu hoffen, dass junge Familien in dieser Richtung tätig würden, war die Hoffnung der Markträte.

Quelle: Der neue Tag

Sauberer Badeweiher

Marktrat freut sich: annähernd Trinkwasserqualität

Ausführlich diskutierte der Marktrat am Dienstag die Schulsituation. Die Manteler Schule hat nur noch eine Viertel-Verwaltungskraft. Schulsekretärin Helga Jany muss ihre Stunden zwischen Mantel und Weiden aufteilen. Genehmigt wurde dann noch der Rücktritt des Feldgeschworenen Johann Götz aus gesundheitlichen Gründen. Er wird vorerst nicht ersetzt. Die Straßenbeleuchtung im Gewerbegebiet "Luderhäusl" wird von der E.ON für 15 561 Euro erledigt.

Als Vertreter zur Verbandsversammlung des Zweckverbandes für die Kläranlage bestätigte der Rat zweiten Bürgermeister Stephan Oetzinger und Ingrid Zwerenz. Aufgrund von über 900 Wasseranschlüssen wurden Hermann Staufer mit Stellvertreter Dr. Manfred Klier als weiterer Vertreter zur Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Mantel-Weiherhammer bestellt.

Die Abschlagszahlungen des Betriebskostendefizits des Kinderhauses St. Elisabeth werden künftig am 15. September und 15. März geleistet, damit kein Minus entsteht. Für alle Kinder werden die gesetzlich geschriebenen Förderbeiträge nach dem Kinderbildungsgesetz gezahlt. Das Gremium änderte ferner den Bebauungsplan St. Moritz. Der Fasanenweg wird Stichstraße. Der Auftrag für den Ingenieurvertrag ging an das Ingenieurbüro Zwick.

Erfreuliches gab es vom Badeweiher zu berichten. Es ist eine Sichtweite bis 1,60 Metern Tiefe vorhanden. Das Wasser hat fast Trinkwasserqualität.

Bürgermeister Josef Wittmann verlas ein Schreiben des Bayerischen Gemeindetags, wonach Kaufverträge für das Baugebiet "Hüttener Straße" rechtswirksam sind. Bernhard Weigl regte eine Überprüfung der Bäume bei St. Moritz an. Wittmann antwortete, dass noch im Juli alle Linden in Mantel in Zusammenarbeit mit dem Naturpark auf ihre Gesundheit und Standfestigkeit hin untersucht werden.

Quelle: Der neue Tag