Marktratssitzung vom 20.01.2026
Mantel investiert in Beleuchtung von neuem Gehweg und Kreisverkehr
Die Diskussion um die Beleuchtung des neuen Geh- und Radwegs an der Hüttener Straße sowie des neuen Kreisverkehrs bildete den Schwerpunkt der ersten Sitzung des Marktgemeinderats Mantel im neuen Jahr.

Mit dem Bau der Umgehungsstraße wird der aus Hütten kommende Radweg bis nach Mantel weitergeführt und die Umgehungsstraße mündet in einen neuen Kreisverehr. Die Beleuchtung beider Projekte war Thema im Marktgemeinderat (Bild: sei).
(sei) Wohl aufgrund der anstehenden Kommunalwahlen waren so viele Zuhörer wie noch nie zur ersten Sitzung des Marktgemeinderates Mantel im neuen Jahr gekommen. Die Gemeinderäte diskutierten viel über die Straßenbeleuchtung des neuen Geh- und Radwegs an der Hüttener Straße bis hin zum neuen Kreisverkehr und über die Beleuchtung des Kreisverkehrs selbst.
Das Staatliche Bauamt hielt eine Beleuchtung des Kreisverkehrs nicht für nötig. Die Rätinnen und Räte waren sich da uneinig. Die Freien Wähler sprachen sich gegen eine Beleuchtung des Kreisverkehrs aus, da die Autos ja ihre Scheinwerfer haben, wie Fraktionssprecher Stephan Lippik erklärte. Stephan Oetzinger von der CSU empfand die gesamte Beleuchtung von Radweg und Kreisverkehr als eine gute Ergänzung bis zur Umgehungsstraße. „Der Landkreis finanziert die Straße mit 28 Millionen Euro und es wäre für den Ort eine lohnende Investition“, betonte er. Oetzinger gab auch bekannt, dass der Freistaat die Umgehungsstraße mit 70 Prozent bezuschusse.
Auftrag erteilt
Die Mitglieder der SPD waren sich uneinig. Während Daniela Fuhrmann für die Beleuchtung beider Projekte im Sinne der Verkehrssicherheit war, sprach sich ihre Kollegin Franziska Göppl nur für die Beleuchtung des Radweges aus. Gegen drei Stimmen der FWG wurde dann dem Bayernwerk der Auftrag für die Straßenbeleuchtung des Geh- und Fahrtweges für 33.889 Euro erteilt.
Gegen drei FWG- und zwei SPD-Stimmen erging der Auftrag für die Beleuchtung des Kreisverkehrs an das Bayernwerk für 30.687,71 Euro.
Einstimmig wurden dann die Feuerwehrkommandanten, die in der Jahreshauptversammlung gewählt wurden, bestellt. Kommandant ist Timo Krauß mit den Stellvertretern Martin Göppl und Wolfgang Janner. Der OWV Mantel erhält für seine Arbeit einen Zuschuss von 750 Euro und für die Bepflanzung der 20 Blumentröge im Ort einen Betrag bis zu 650 Euro jährlich gegen Vorlage der Rechnung. Der VdK-Ortsverband erhält einen Zuschuss von 300 Euro. Der Seniorenbeauftragte Erhard Kleber und der VdK organisieren wieder einen Seniorenausflug. Es lag nur ein Angebot eines Reisebüros vor. Der Markt Mantel übernimmt die Buskosten des günstigsten Anbieters, es müssen jedoch zwei weitere Angebote eingeholt werden. Die Fahrt geht nach Würzburg.
Halteverbot auf Brücke
Auf Anraten der Polizei wird auf der Brücke in der Etzenrichter Straße ein absolutes Halteverbot eingerichtet, das etwas über die Brücke hinaus verlängert wird, da die Fahrer auf der Staatsstraße NEW 2166 durch auf der Brücke parkende Autos abgelenkt werden und parkende Autos ein erhebliches Hindernis darstellen. Bürgermeister Richard Kammerer appellierte nochmals ausdrücklich an die Einwohner, bei Schnee und Eisglätte ihre Autos auf den Grundstücken abzustellen und nicht auf der Straße zu parken. Wenn in einer Straße geparkt wird, kann dort kein Räum- und Streudienst fahren, da die Schaufel des Räumfahrzeugs ausschwenkt und Fahrzeuge beschädigen könnte.
Kosten der Feuerwehrhaus-Sanierung: Manteler Bürgermeister gibt Auskunft
Bürgermeister Richard Kammerer gab ausführlich Auskunft über die Kosten für die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses. Zudem gibt es Neuigkeiten rund um den Glasfaserausbau.

Die Kosten des Feuerwehrhaus-Umbaus waren wieder einmal Thema imMarktgemeinderat (Bild: sei).
(sei) Zweiter Bürgermeister Siegfried Janner hatte einen Antrag gestellt und um die Bekanntgabe der genauen Kosten für die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses gebeten. Obwohl der Antrag kurzfristig eingegangen war, legte Bürgermeister Richard Kammerer die entsprechenden Zahlen vor. Dabei handle es sich um die Kostenaufstellung, die gemeinsam mit dem Architekturbüro erarbeitet worden sei.
Kammerer wies darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Kostenschätzung im Jahr 2021 zahlreiche zusätzliche Leistungen noch nicht bekannt gewesen seien und daher nicht berücksichtigt werden konnten. So kam es allein bei den Erschließungskosten zu Mehrkosten von rund 80.000 Euro, unter anderem durch die Neuverlegung einer leistungsstärkeren Leitung durch das Bayernwerk sowie die Umverlegung der bestehenden Gasleitung. Im Bereich der Entwässerung fielen Mehrkosten in Höhe von etwa 140.000 Euro an, da eine großflächige Rigole als Zwischenspeicher für Regenwasser eingebaut werden musste. Diese Auflage wurde vom Landratsamt erteilt, um bei Starkregen eine Überlastung des Kanals zu vermeiden.
Weitere Türen
Der statische Nachweis wurde auf Grundlage einer statischen Vordimensionierung erstellt. Durch die statische Berechnung kam es zu zusätzlichen Leistungen in der Fundamentierung und bei statischen Verbindungsmitteln im Holzbau. 4.000 Euro kostete eine zusätzliche Ausgangstüre. Auf Hinweis der Regierung mussten weitere Innentüren verbaut werden, hier fielen zusätzliche Kosten von in etwa 8.000 Euro an. Die Photovoltaikanlage war in der Kostenschätzung nicht enthalten und schlägt mit etwa 50.000 Euro zu Buche. Bei den Außenanlagen wurde ursprünglich von einer Fläche von 720 Quadratmetern ausgegangen, inzwischen werden jedoch rund 1.000 Quadratmeter beplant. Hinzu kommen die Pflasterung des Weges zu den Wertstoffcontainern sowie ein zusätzlicher Hydrant, was Mehrkosten von etwa 87.500 Euro verursacht.
Aufgrund erheblicher Kostensteigerungen in den Jahren nach der Corona-Pandemie erfolgte eine Anpassung der Honorarkosten, die zu einer Erhöhung der Baunebenkosten um circa 140.000 Euro führte. Durch erhebliche Eigenleistungen der Feuerwehr konnte den Preissteigerungen entgegengewirkt und zugleich ein Teil der Kosten eingespart werden. So wurden durch den Ausbau der Hallentore Einsparungen in Höhe von 2.500 Euro erzielt, weitere 2.500 Euro durch den Bodenbelag im Bereitschaftsraum. Tägliche Kleinarbeiten können mit rund 10.000 Euro bewertet werden.
Zusätzliche Einsparungen
Durch den Verzicht auf Estrich und Fußbodenheizung in den Lagerräumen konnten weitere 10.000 Euro eingespart werden. Die Eigenmontage der Schwerlastregale sowie weitere Arbeiten führten zu zusätzlichen Einsparungen von etwa 2.500 Euro. Dies stellt nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen Eigenleistungen der engagierten Kameradinnen und Kameraden dar. Wie Kammerer ausführte, belaufen sich die Gesamtkosten einschließlich der Nachträge derzeit auf 2.349.000 Euro. Bis zur Fertigstellung kommen weitere Kosten von rund 581.000 Euro hinzu. An staatlicher Förderung kann der Markt Mantel mit 363.000 Euro rechnen.
Sitzungsleiter Kammerer informierte das Gremium darüber, dass der Genehmigungsbescheid des Bundes für den Glasfaserausbau inzwischen eingegangen ist. Damit sei eine Bundesförderung in Höhe von 50 Prozent gesichert. In einem nächsten Schritt erfolge nun die Ausschreibung durch die IKT. Nach Feststellung der tatsächlichen Gesamtkosten werde beim Bund die endgültige Genehmigung eingeholt, anschließend solle die Landesförderung in Höhe von 40 Prozent beantragt werden. Die nächste Sitzung des Gremiums ist für den 24. Februar geplant. Zudem ging Kammerer auf die Entwicklung des Gewerbegebiets Mühlbach ein. Hier bestehe bereits ein Vorvertrag mit dem Grundstückseigentümer, zudem gebe es konkrete Anzeichen dafür, dass sich weiteres Gewerbe ansiedeln könnte.
Quelle: Der Neue Tag
