Marktratssitzung vom 24.03.2026

Rekordbesuch beim Marktgemeinderat Mantel: Feuerwehrgerätehaus im Fokus

Ein voller Sitzungssaal und einstimmige Entscheidungen prägten die letzte Sitzung des alten Marktgemeinderates Mantel. Im Fokus stand der Umbau des Feuerwehrgerätehauses.

Da der Neubau des Feuerwehrhauses aus Holz besteht, wird die Vorderfront des Bestandsbaus mit Holz verkleidet (Bild: sei).

(sei) So viele Zuschauer wie noch nie besuchten die letzte Sitzung des Marktgemeinderates Mantel, die noch mit dem alten Gremium stattfand. Der neu gewählte Marktgemeinderat wird im Mai vereidigt. Der Sitzungsraum reichte fast nicht aus, der letzte Gast saß in der offenen Tür fast auf dem Flur. Für die Auftragsvergabe bei der Erweiterung und dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses hatte Bürgermeister Richard Kammerer Markus Goldhammer vom Architekturbüro Atelier 13 eingeladen. Es ging um die Fassadengestaltung des Bestandsbaus.

Goldhammer erklärte, dass auch im Bestandsgebäude viel verändert werde. Der vordere Gebäudeteil werde mit einer Holzfassade verkleidet, um ihn optisch an den Neubau anzupassen. Die Feuerwehr wird die Holzverkleidung in Eigenleistung anbringen. Das Material liefert die Firma Kohl aus Edelsfeld für 5.725 Euro. Die Restflächen verputzt die Firma Näther & Hübner für 14.455 Euro.

Gründliche Überlegungen gab es bei den Außenanlagen. Eine Ausbesserung und Ergänzung des Bestandspflasters hätte 20.500 Euro gekostet, ein Ausbau des Pflasters und die Anlegung einer Asphaltfläche von rund 525 Quadratmetern kostet 86.500 Euro. Da der Bereich vor dem Neubau bereits asphaltiert ist, entschied sich das Gremium einstimmig aus optischen Gründen für die Variante zwei mit Asphaltierung. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, einen Auftrag zu erteilen. Da eine Tür und eine Raffstoreanlage ursprünglich nicht eingeplant waren, nahm man ein Nachtragsangebot der Firma Höhbauer für 4.543 Euro an. Die WC-Trennwände liefert die Firma Sana Trennwandbau für 2.261 Euro. Da die Feuerwehr das Obergeschoss selbst ausbaut, kaufte man Ausgleichsmasse für 1.385 Euro. Außerdem wurde Bürgermeister Kammerer ermächtigt, Aufträge für den Kauf von Material im Wert von 7.691 Euro für den Ausbau der Räume im Obergeschoss zu erteilen.

Da die Firma Bergler das günstigste Angebot machte, werden von dort fünf zusätzliche Grüngutcontainer geliefert und aufgestellt. Für die juristische Unterstützung beim Gigabit-Ausbau wurde das Angebot der Anwaltskanzlei Ruhrmann angenommen. Die Abrechnung erfolgt nach Aufwand. Die Firma IKT, die den Breitbandausbau in Mantel begleitet und die Ausschreibungen durchführt, hat dringend zu juristischer Unterstützung geraten. Einige Punkte wurden kurz diskutiert, alle Beschlüsse ergingen einstimmig.

Kammerer gab bekannt, dass die Radwege durch Überschwemmungen erheblich beschädigt wurden. Diese werden instandgesetzt; nach Fertigstellung werden Bilder auf der Homepage veröffentlicht. Im Mischgebiet Mühlbach musste eine neue Wasserleitung verlegt werden, um künftig eine ausreichende Versorgung mit Wasserdruck sicherzustellen. Bei der Sporthalle sollen die Abbrucharbeiten bis 10. April abgeschlossen sein. Die Baumeisterarbeiten beginnen dann ab 14. April. An Bäumen im Gemeindegebiet führt man Pflegeschnitte mit einer Hebebühne durch. Die nächste Sitzung des Marktgemeinderates findet am 28. April statt.

Marktrat Mantel teilt Budget mit engagierten Vereinen

Der Markt Mantel braucht einen neuen Radlader, der alte ist defekt. Trotzdem hat das Gremium noch etwas übrig für zahlreiche Zuschüsse, insbesondere für den VfB, bei dem ein Jubiläum ansteht.

Der Markt Mantel benötigt für den Bauhof einen neuen Radlader, das alte Gerät ist nicht mehr wirtschaftlich zu reparieren (Bild: sei).

Da der Hort durch eine Erweiterung mehr Räume braucht, mussten in der Grundschule als Formsache einige Klassenzimmer entwidmet werden, damit sie dem Hort zur Verfügung stehen (Bild: sei).

(sei) Ein Thema bei der Sitzung im Marktgemeinderat war ein Zuschussantrag des VfB Mantel für die Neuanschaffung eines Mähroboters. Die Kosten würden 34.693 Euro betragen. Vom Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) gibt es dafür keinen Zuschuss. VfB-Vorsitzender Stefan Neumann erläuterte persönlich die Situation. „Wir müssen zwei Plätze pflegen, die Platzwarte werden immer älter. Nur wenige Vereine haben so eine Riesen-Anlage mit Sportheim wie der VfB.“ Aus diesem Grunde und im Zuge des Jubiläums zum 100-Jährigen wünsche sich der Verein ausnahmsweise 50 Prozent Zuschuss.

Alte Geräte beim VfB

Johann Gurdan von der CSU war dafür, wegen des Jubiläums tiefer in die Tasche zu greifen. Stefan Lippik von der FWG bestätigte, dass der VfB sehr alte Geräte habe. Auch Franziska Göppl von der SPD sah die Gründe für einen höheren Zuschuss ein. Andrea Bertelshofer von der SPD konnte beruhigt werden, dass der Roboter Kleintiere wie Igel durch eine Kamera erkennt und umfährt und diese nicht gefährdet sind. Einstimmig wurde dann beschlossen ausnahmsweise die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Der VfB erhält außerdem für die Pflege und den Unterhalt des Spielplatzes und der Freizeit- und Sportanlagen einen Zuschuss von 500 Euro, dazu kommt der seit Jahren übliche Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro.

Da der vorhandene Radlader des Marktes defekt ist und nicht mehr eingesetzt werden kann, wurde der Kauf eines neuen Gerätes für 67.592 Euro beschlossen. Es gibt keine Ersatzteile mehr für das alte Modell im Internet. Eine Instandsetzung sei absolut nicht mehr wirtschaftlich. Die Firma Meyer aus Neumarkt, die das neue Gerät liefert, würde noch 2.000 Euro für den alten Radlader anrechnen. Auf Anregung von Stefan Lippik von der FWG soll versucht werden, das defekte Gerät im Internet zu inserieren, um doch noch einen höheren Preis zu erzielen.

Geld für Spielplatzpflege

Genehmigt wurde der Umbau eines bestehenden Einfamilienhauses im Buchenweg 5. Außerdem wurde ein Anbau in der Wiesenstraße 22 gebilligt mit dem Hinweis, die Baumfallgrenze zu beachten. Der Errichtung eines Tinyhauses im Schlossäckerring 24a wurde zugestimmt, wenn die Nachbarunterschriften vollständig eingeholt werden. Dem Gremium gefiel nicht, dass nur ein Haus dort steht, zwei waren geplant.

Der Marktrat stimmte der Entgegennahme von 790 Euro Geldspenden im Haushaltsjahr 2025 zu. Die Siedlergemeinschaft bekommt für die Pflege des Spielplatzes Kreuzäckersiedlung 500 Euro, die Clubfreunde erhalten für die Pflege des Waldspielplatzes ebenfalls 500 Euro. Der katholischen Kirchenstiftung billigt das Gremium für den Ministranten-Ausflug nach Wien zehn Euro je Tag und Kind aus Mantel zu.

Außerdem gibt es Zuschüsse für Vereine und Organisationen mit Sitz in Mantel, die sich am Ferienprogramm beteiligen, und zwar je Kalenderjahr 50 Euro. Das gilt für alle Aktionen in den bayerischen Schulferien. Die TSG bekommt 1.275 Euro aus der Gemeindekasse, für die Schwangerschaftsberatungsstelle Donum Vitae sind es 100 Euro an Zuschüssen, und die Feuerwehr erhält für einen Kameradschaftsabend am 2. Mai 500 Euro als Beteiligung für Speisen und Getränke. Eine Formsache war die Entwidmung von Räumen im der neuen Schule, damit der erweiterte Hort weit im Schulgebäude untergebracht sein kann.

Quelle: Der Neue Tag